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Alles schon dagewesen / Nichts Neues unter der Sonne

"Es gibt nichts Neues unter der Sonne." Man könnte meinen, dieser Stoßseufzer stammt aus unserer Zeit, wo man über Dutzende Fernsehkanäle, Radio, Zeitungen und über das Internet eigentlich alles erfahren kann, wenn man es nur erfahren will. Das ist alles schon mal dagewesen.

Nein, der Gedanke wurde schon vor mehr als zweitausend Jahren aufgeschrieben: In einem Buch der Bibel, "Kohelet" oder "Prediger Salomos" genannt, sinnt ein Mann über das Leben nach. Dabei legt er eine recht pessistische Haltung an den Tag. Er geht davon aus, dass es immer dasselbe ist, eben alles schon dagewesen. Er sagt: "Es gibt nichts Neues unter der Sonne."

Sein Fazit: Es gibt keine Gerechtigkeit und das Glück ist flüchtig. Seine Empfehlung: Halte dich an die Gebote Gottes, häng dich nicht an Geld und Besitz und genieße die Augenblicke des Glücks, die du erlebst.


Kohelet (Prediger Salomo) Kapitel 1 Verse 9f


Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.