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Alt wie Methusalem

Wenn es jemand schafft, einen Geburtstag kurz vor der Hundert zu feiern, dann sagt man manchmal: Alt wie Methusalem. Das sagt man so leicht hin, aber so alt wie Methusalem oder besser "Metuschelach", wird heute keiner mehr: Der wurde 969 Jahre alt. So steht es jedenfalls im ersten Buch der Bibel, dem Buch Genesis oder 1. Buch Mose. Metuschelach ist dort einer der Stammväter der Menschheit. Und mit seinem Alter steht er nicht allein dort: Andere sollen es immerhin auf fünf-, sechs- oder siebenhundert Jahre gebracht haben.

Nun man wird diese Zahlen wohl kaum wörtlich nehmen dürfen. Als die Stammbäume der Menschheit in der Bibel geschrieben wurden, stellte man sich vor, dass die Menschen in den unterschiedlichen Epochen unterschiedlich lange gelebt haben. Und am Anfang eben am längsten, weil später das Böse immer mehr zugenommen hat. Das leuchtet doch ein, oder? Diese alten Stammbäume sind eine Art Predigt: Lebe gottgefällig und du wirst alt. Aber so alt wie Metusalem ist ja nicht mal Mutter Teresa in Kalkutta geworden.

Genesis (1 Mose) Kapitel 5, Verse 1ff

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.