kathweb

Asche aufs Haupt, in Sack und Asche gehen

Man meint es heute meist eher scherzhaft, wenn man sagt: Ich streue mir Asche aufs Haupt. Im Zeitalter der Öl- und Gasheizung ist der Sinn dieses Bildes wohl für viele schwer nachvollziehbar.

Die Redewendung kommt aus der Bibel, und in früheren Jahrhunderten hat man es im alten Israel und später auch im Christentum wirklich praktiziert: Wer in Trauer war oder Buße tun, also sein Leben ändern wollte, der hat sich tatsächlich Asche aufs Haupt gestreut.

Ein klein wenig ist davon in den katholischen Gottesdiensten zu Aschermittwoch übrig geblieben: Zu Beginn der Bußzeit vor Ostern bekommen die Christen da Asche aufs Haupt. Allerdings nur ein kleines bißchen, so als zartes Zeichen eben. Mit den großen Gesten der orientalischen Kultur kann man in unserer Kultur nicht so viel anfangen.


2 Sam Kap 13 Verse 18 - 19


Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.