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Aus der Taufe heben

In der Zeitung kann man es regelmäßig nachlesen: Ein Bauvorhaben oder eine politische Reform wird "aus der Taufe gehoben". Ganz so religiös ist das dann meistens nicht gemeint, wie man eigentlich vermuten müsste. Denn die Taufe ist ein altes religiöses Zeichen: Jesus wurde zum Beispiel von Johannes dem Täufer getauft. Und der hat noch richtig getauft: Der ganze Mann musste kurz unter Wasser.

Wasser reinigt. In Wasser kann man alles Schlechte ersäufen. Taufe - das ist ein Neuanfang. Und insofern ist heute manchmal bei neuen Projekten die Rede von der Taufe auch wirklich angebracht. Im Christentum ist die Taufe der Eintritt in die christliche Gemeinde. In Europa wurde man ja in beiden großen Kirchen in früheren Zeiten ganz selbstverständlich als Säugling getauft.

Die meisten von uns kennen das nur so, dass da dem Säugling etwas Wasser über den Kopf gegossen wird. Lange Zeit hat man aber auch in unseren Breiten die Säuglinge mit dem ganzen Körper untergetaucht - ja und dann eben aus der Taufe gehoben.

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.