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Das Land, wo Milch und Honig fließen

Eigentlich sind sie heute nichts besonderes mehr: Im Supermarkt hat man mehrere Sorten und Marken zur Auswahl. Milch und Honig gehören zu den Grundnahrungsmitteln, um die man sich wenig Gedanken macht. Und doch ist auch heute noch manchmal vom "Land, in dem Milch und Honig fließen" die Rede. Die ersten Bücher der Bibel sind stark von diesem Thema bestimmt. Das Volk Israel ist auf der Flucht vor den Ägyptern hinein in die Wüste.

Dem Volk Israel ist ein Land versprochen worden, das weit und schön ist (Ex 3,8). Die Israeliten ziehen dorthin, erobern dieses Land und verteidigen es. Doch zuvor wird ihnen dieses gelobte Land schmackhaft gemacht. Es wird als "Land, in dem Milch und Honig fließen" beschrieben. Das heißt, es musste sehr fruchtbar sein, wenn es Milch und Honig hervorbringt. Für Leute, die in der Wüste ums Überleben kämpfen, muss das wie das Schlaraffenland geklungen haben. Wenn heute - im Supermarktzeitalter - davon die Rede ist, dann ist es fast schon eine Metapher, die man erklären muss.

Exodus 3,8

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.