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Der Benjamin sein

Das jüngste Kind heißt oft auch in Familien, die sich in der Bibel nicht so gut auskennen, "Benjamin". Warum eigentlich? Die ältesten Erzählungen der Bibel handeln von den Stammvätern des Volkes Israel, den Patriarchen. Einer dieser Stammväter war Jakob, auch Israel genannt. Von insgesamt vier Frauen hatte Jakob zwölf Söhne. Diese Männer waren nach der israelitischen Überlieferung die Stammväter der zwölf israelitischen Stämme. Die Geschichte dieser zwölf Männer und ihres Vaters Jakob wird im Buch Genesis sehr plastisch erzählt. Guter Stoff für Literatur und Film, besonders die Josefsgeschichte ist häufig als Vorlage verwendet worden. Der zwölfte und jüngste Sohn von Jakob-Israel hieß Benjamin. Jakob hing besonders an diesem jüngsten Sohn. Und so ist der Benjamin auch heute in den Familien oft das Hätschel-Kind.

Genesis 35,17-18

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.