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die Leviten lesen

Nicht nur in frommen Kreisen hieß es - wenigstens früher: Einmal im Leben sollte man die Bibel gelesen haben. Viele, die es versucht haben, sind an den langen Geschlechterfolgen gescheitert, wo einfach nur aufgezählt wird, wer von wem abstammt. Spätestens aber bei den tausenden von Vorschriften und Gesetzen, die dort ganze Bücher füllen, haben viele aufgegeben.

Das bekannteste ist das Buch "Leviticus", es enthält zahllose Vorschriften für die Priester des alten Israel, die Leviten. Im frühen christlichen Mönchtum dann gehörte es zu den Buß-Übungen, sich dieses Buch zu Gemüte zu führen. Aus dieser Zeit stammt die Redewendung: "jemandem die Leviten lesen". Dass das eine unerfreuliche Sache ist, wissen die meisten. Dass die Leviten Priester waren und die gelesenen Leviten endlose Gesetzesvorschriften sind, das wissen Sie spätestens jetzt.

Das Buch Levitikus ist das 3. Buch der Tora, in evangelischen Bibelausgaben wird es deshalb das 3. Buch Mose genannt.

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.