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ein Herz und eine Seele

Die zwei sind "ein Herz und Seele". Das sagt man manchmal von Leuten, die sich gut verstehen. Dabei ahnt man kaum, dass auch diese Redewendung durch eine Stelle in der Bibel in unsere Sprache gekommen ist.

Lukas beschreibt in dem Buch "Apostelgeschichte" die Anfänge des Christentums. Und da sagt er von der ersten Gemeinde in Jerusalem: "Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele." Ja, und dann ist da die Rede von Güter-Gemeinschaft, so eine Art Kommunismus sozusagen. "Es war ihnen alles gemeinsam", heißt es da. Aber wahrscheinlich hat Lukas doch eher ein Ideal-Bild gezeichnet als die Wirklichkeit beschrieben. Schon im nächsten Kapitel beschreibt er, wie ein Ehe-Paar versucht, die Gemeinde zu betrügen. Es ging halt gleich am Anfang sehr menschlich zu. Vielleicht ein Trost für Leute, die sich mit Gottes Boden-Personal schwer tun.

Apostelgeschichte 4 Vers 32

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.