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Es wird nicht ein Stein auf dem anderen bleiben

In Berichten über die Zerstörungen, die der Krieg anrichtet, taucht eine Redewendung immer wieder auf: Es wird erzählt, daß in einem Dorf oder einer Stadt "kein Stein auf dem anderen geblieben" ist. Diese Redewendung ist uns durch die Bibel überliefert worden: Jesus kündigt an einer Stelle an, daß der Tempel in Jerusalem zerstört wird. Für die Juden war das damals eine katastrophale Sache, schließlich war der Tempel das religiöse Zentrum des Volkes. Ein politisches gab es schon länger nicht mehr, weil die Römer als Besatzungsmacht regierten. Im Jahre 70 ist der Tempel dann tatsächlich von den Römern zerstört worden. Heute befindet sich auf dem Tempelberg eine islamische Moschee, der Felsendom. Das einzige, was den Juden geblieben ist, ist die berühmte Klagemauer, einst die Nordseite des Tempelbergs.

Matthäus 24,2

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.