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Etwas fällt auf guten (fruchtbaren) oder schlechten Boden

Wenn ein Rat, eine Idee oder eine Ermahnung auf guten Boden fällt, jedenfalls wenn wir das so ausdrücken, dann benutzen wir wieder einmal eine Redewendung, die wir der Bibel verdanken.

Jesus hat seine Lehre nicht in großen, abstrakten Theorien verbreitet. Er hat viele Beispiele und Vergleiche aus dem Leben benutzt, die die Leute kannten. Einmal umschreibt er, wie seine Botschaft bei den Leuten ankommt. Dazu benutzt er einen Vergleich aus der Landwirtschaft: Ein Bauer sät aus. Der Samen fällt mal auf guten, mal auf schlechten Boden. Entsprechend unterschiedlich wächst das Getreide, das heißt, die Ergebnisse sind unterschiedlich. Dieses Bild benutzen wir heute noch, wenn wir sagen, dass eine Rede auf guten Boden gefallen ist.

Matthäus 13, 3-8

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.