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Hände in Unschuld waschen

Mit manchen Dingen will man einfach nichts zu tun haben. Und wenn das die anderen trotzdem nicht glauben, dann sagt man schon mal: "Ich wasche meine Hände in Unschuld."

Diese Redewendung geht auf mehrere Stellen in der Bibel zurück: Die bekannteste ist wohl die, wo der römische Statthalter in Jerusalem, Pilatus, entscheiden soll, ob Jesus zum Tod verurteilt wird oder nicht. Er will mit diesem Konflikt zwischen den Juden angeblich nichts zu tun haben. Aber als Chef der Besatzungsmacht muß er etwas tun. Und so verurteilt er Jesus doch zum Tod. Ja, und so hat das heute wohl auch manchmal einen leicht negativen Beigeschmack, wenn man von anderen sagt: "Der wäscht seine Hände in Unschuld."

5 Mose Kap 21 Verse 1 - 9

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.