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Nach mir die Sintflut

"Nach mir die Sintflut." Mancher Zeitgenosse spricht heute mit dieser Redewendung ungeniert aus, daß ihm völlig egal ist, was er mit seinen Taten anrichtet. Auch wenn es gleich das Schlimmste ist, die Vernichtung der Menschheit . Denn das war ja das Ende der Sintflut, von der das erste Buch der Bibel erzählt. Gott soll es mit der Menschheit satt gehabt haben. Der Grund: "Die Erde war voller Gewalttat." Gott will einen Neuanfang - und dafür muß erst mal das Alte weg, eben mit viel Wasser weggespült werden. Übrig blieb nur Noah mit seiner Sippe. Der hatte rechtzeitig auf Gottes Befehl hin einen großen Kasten gebaut - die Arche Noah, in der er sich mit mit seiner Sippe und vielen Tieren über die große Flut hinweggerettet hat. Wenn heute jemand sagt: Nach mir die Sintflut, dann überschätzt er sich wohl leicht. Denn von den Taten eines einzelnen geht nicht gleich die ganze Menschheit unter. Oder vielleicht doch?

1 Mose Kap 7 und 8

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.