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Schnöder Mammon

Geld regiert die Welt, heißt es. Die einen haben es, die anderen weniger. Und so reden auch die Leute sehr unterschiedlich davon. Manchmal ist da die Rede vom "schnöden Mammon". Das ist ein Begriff, der uns durch die Bibel überliefert worden ist. Er stammt eigentlich aus dem Aramäischen. Diese Sprache war die Umgangssprache in Palästina zur Zeit des Jesus von Nazareth, also vor rund 2000 Jahren. Jesus hatte kein gutes Verhältnis zum Besitz oder Vermögen, also zum Mammon. Seinen Jüngern sagte er: "Kein Sklave kann zwei Herren dienen, ... Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon." In einem der Nachbarvölker war Mammon sogar ein Gott des Reichtums. Jesus sprach in seinen Reden auch vom "ungerechten Mammon" und meint damit wohl, dass großer Besitz oft nicht auf gerechte Weise erworben worden ist.

Lukas 16,13

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.