kathweb

Sein Licht (nicht) unter den Scheffel stellen

Man sagt das manchmal so: "Stell doch dein Licht nicht unter den Scheffel." Das soll eine Ermutigung sein: Du hast doch was einzubringen, dann mach's doch auch. Aber mal ehrlich : Wissen Sie, was ein Scheffel ist?

Früher nannte man so ein Holzgefäß, im Süddeutschen gibt es heute noch einen Schaff. In der Bibel macht Jesus mit diesem Bild seinen Anhängern Mut, seine Lehre weiterzutragen: "Man zündet kein Licht an und stülpt dann ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter. Dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen." Wenn Sie lange nichts von Ihrer nächsten Christengemeinde gemerkt haben sollten, dann hat die vielleicht kein Licht mehr, oder sie hat's doch irgendwo versteckt.

Matthäus 5,15; ähnlich Mk 4,21; Lk 8,16; Lk 11,33

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.