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Sodom und Gomorrha

Das geht ja hier zu wie in Sodom und Gomorrha. Mit diesem Spruch gibt mancher gelegentlich sein Entsetzen kund - über Unordnung, Sittenlosigkeit und Ausschweifung. Sodom und Gomorrha, das waren nach dem ersten Buch der Bibel zwei Städte in der Nähe des Toten Meeres, in denen gottlose Menschen ein lasterhaftes Leben führten. Sie achteten das Gastrecht nicht, im Alten Orient eine heilige Institution; die anderen Laster, über die sich die Bibel entsetzt, betreffen sexuelle Ausschweifungen...

Nach der biblischen Erzählung bekamen die Sodom und Gomorrha ihre gerechte Strafe: sie wurden ausgelöscht. Gott ließ auf die beiden Städte "Feuer und Schwefel regnen", heißt es. Überlebt haben sie in gewissem Sinne doch: Als abschreckendes Beispiel in der Redewendung "Sodom und Gomorrha".

1 Mose 18 u. 19


Bei der Flucht vor dem Inferno in Sodom und Gomorrha sieht sich die Frau Lots gegen Gottes Gebot um und erstarrt zur Salzsäule.

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.