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Tanz um das goldene Kalb

Wenn sich alles nur noch um Macht und Geld dreht, dann bezeichnet man das manchmal als einen "Tanz um das Goldene Kalb".

Dieses Goldene Kalb geht auf eine Geschichte aus dem zweiten Buch der Bibel zurück. Das beschreibt, wie Moses die Israeliten aus ihrer Knechtschaft im mächtigen Ägypten herausführt und in eine neue Zukunft führen will. Er beruft sich dabei immer wieder auf seinen Gott, der ihm dazu den Auftrag gegeben haben soll. Doch die Flucht der Israeliten führt lange durch die Wüste, brachte Hunger und Entbehrung mit sich. Die Leute waren sauer auf den Anführer Moses und sehnten sich zurück nach den "Fleischtöpfen Ägyptens". In der Knechtschaft gab es wenigstens genug zu essen. Man kennt das ja: In der DDR waren ja die Mieten billig und so ... - nicht? Ja, und weil die Israeliten die Nase voll hatten von dem Gott, den sie weder sahen noch hören konnten, da haben sie sich selbst so einen kleinen Gott gebastelt. Aus viel Gold, die Gestalt wie ein Kalb eben. Ja, und dann haben sie darum getanzt, soll heißen gebetet. Geholfen hat ihnen das freilich auch nicht.

2. Moses (Exodus) 32

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.