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Tohuwabohu

Wenn man ein großes Chaos meint, spricht man oft von einem "Tohuwabohu". Ein Ausdruck, der in der Bibel gleich im zweiten Satz steht - allerdings nur im Original, also in hebräischer Sprache. Deutsche Übersetzungen helfen uns da nicht weiter. Dieses hebräische "tohu wa bohu" wird meist übersetzt mit "wüst und leer". Und zwar ist dort im ersten Kapitel der Bibel die Erde "wüst und leer". Der sogenannte erste Schöpfungs-Bericht erzählt, wie der Gott der Bibel aus dem Chaos eine geordnete Welt erschafft. Deshalb findet sich das "Tohuwabohu" gleich im zweiten Satz der Bibel. Das Chaos stand schließlich am Anfang. Und wer heute von einem "Tohuwabohu" spricht, hat vielleicht die Hoffnung auf Ordnung nicht völlig aufgegeben.

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.