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Zu allem "Ja" und "Amen" sagen

Dass jemand zu allem "Ja und Amen" sagt, wird in der Regel als ein Zeichen von Schwäche, Gedankenlosigkeit oder Prinzipienlosigkeit gedeutet - je nach Situation. Das hebräische Wort "Amen" heißt soviel wie "So sei es" oder "Wahrlich", bedeutet also eine Zustimmung. Im Neuen Testament und danach im christlichen Gottesdienst wird das Amen allerdings zu einer Art Formel. Der Beter schließt sich eher einem Wunsch an, der Bitte, die von Gott gemachten Verheißungen mögen doch in Erfüllung gehen. Doch im Alten Testament kann das Amen heißen, daß jemand eine Verpflichtung übernimmt oder sich eine Verwünschung auferlegt, falls er der Verpflichtung nicht nachkommt (Dtn 27,15-16). Es geht also nicht um ein beiläufiges "Jaja". Und im Sinne der Redewendung sollte mancher wohl auch mal überprüfen, wozu er oder sie im Gottesdienst gewöhnlich "Amen" sagt. Denn da kommt das Amen ja sehr häufig vor. Und so mancher wird das Amen wohl mehr aus Gewohnheit sprechen, als um zu bestätigen, was da gerade gesprochen wurde.

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.