kathweb

zur Salzsäule erstarren

Zur Salzsäule erstarrt. Der Schreck war groß. So groß, daß er für einen Moment lähmte. In solchen Situationen sagt man, daß jemand zur "Salzsäule erstarrt" ist. Vor Schreck, Überraschung, Fassungslosigkeit. Diese Redewendung geht zurück auf die Geschichte der Bestrafung von "Lots Frau" im ersten Buch der Bibel. Lot und seine Familie sollen gerettet werden, bevor Gott die Städte Sodom und Gomorra in "Schwefel und Feuer" untergehen läßt. Wegen ihrer heute sprichwörtlichen Lasterhaftigkeit.

Nur Lots Familie zählt zu den Gerechten und soll deshalb fliehen. Und sie bekommen die göttliche Weisung, sich bei ihrer Flucht nicht umzusehen. Nun, Lots Frau tat's doch. Sie wollte wissen, was für ein Inferno da stattfindet. In der Bibel heißt es: "Seine Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule."

1 Moses (Gen) 19,26

Sprichwörter und Redensarten

Eine ganze Reihe von Redensarten und Redewendungen, die heute noch gebräulich sind, gehen auf die Texte der Heiligen Schrift oder deren Übersetzungen zurück. Vor allem die Übersetzung der Bibel von Martin Luther hat die deutsche Sprache geprägt. Manche Wendung geht auf exakt zu benennende Bibelstellen zurück, andere bemühen häufiger in der Bibel verwendete sprachliche Bilder - wie z.B. in den Psalmen.

Aber auch die spätere christliche, religiöse Praxis hat sich - genauso wie die Lektüre der Schriften des Alten und Neuen Testaments - in der Alltagssprache niedergeschlagen. kathweb erklärt die gebräuchlichsten Redewendungen und Sprichwörter.