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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 20. Mär 2010, 20:55 
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… hm – kenne die hier aufgeführten Zeitschriften nicht, die Zeugen Jehovas zu wenig und dieser Manfred Gebhard ist mir sicherlich// ((nun, bei diesen vielen Pseudonymen mit denen man „höflich“ – ach Quatsch „häufig“ zu häufig wollt ich natürlich schreiben - konfrontiert wird ….)) ganz unbekannt! ...

… auch kann man sich doch immer und überall - über wie mit Querulanten – echauffieren = weißt schon, so ganz nach der kaugummitypischen Variante, hi mindestens schon aus nutze-die-Zeit-Gründen, überlasse ich dieses Feld eben doch ganz gern, den Wiederkäuern selbst, :shock:
mit leicht :wink: verdaulichen G, + einen :lol: guten 5. Fastensonntag, wünscht Eli :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 20. Mär 2010, 22:57 
Originalton Gebhard hat geschrieben:
Außerhalb der engeren kirchlichen Publizistik, liess dass DDR-Regime zum Thema Religion nur 3 (in Worten drei) Zeitschriften zu.
Für den katholischen Bereich die „begegnung"
Für den evangelischen Bereich den „Standpunkt" (respektive seine zwei Vorläuferblätter „Glaube und Gewissen" und „Evangelisches Pfarrerblatt")
Das dritte (eben nicht öffentlich erhältliche) Blatt war die „Christliche Verantwortung" für den Zeugen Jehovas-Bereich.
Alle drei genannten Blätter wurden vom DDR-Staat finanziell ausgehalten.

Eli hat geschrieben:
… hm – kenne die hier aufgeführten Zeitschriften nicht, die Zeugen Jehovas zu wenig und dieser Manfred Gebhard ist mir sicherlich ganz unbekannt! ...


N'Abend Eli,

die Zeitschrift "begegnung" wurde von einer, von der SED geförderten "Berliner Konferenz europäischer Katholiken" herausgegeben. Die Organisation sollte die Distanziertheit der katholischen Kirche gegenüber dem DDR-Staat aufweichen und hing finanziell am Tropf des DDR-Staates.
http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Konferenz_Europ%C3%A4ischer_Katholiken
Die ostdeutschen Bischöfe verboten ihren Priestern strikt, dort mitzuarbeiten.
Das Blatt hatte in der Katholischen Kirche in der DDR keine Wirkung.
Sie sagten es schon: Sie kennen es gar nicht.
Einen guten 5. Fastensonntag wünsch auch Ihnen
Sankt Donatus, Nebendiskuttant


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 22. Mär 2010, 18:34 
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Wohnort: Springe
… dafür kenne ich den „Tag des Herrn“ ganz persönlich! ;-)
:lol: als katholisches Kirchenblatt ;-) und schon weit vor 1989 …. :lol:
:lol: hab im TdH also schon recht lange (sozusagen schon seit meiner Kinderstube) mit Freude + gewinnend gelesen …

hi, mit zwischen-den-Zeilen-lesenden G.
+ eine gute Passionszeit, wünscht Eli


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 23. Mär 2010, 01:21 
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Sankt Donatus hat geschrieben:
in der Auseinandersetzung gegen die Zeugen Jehovas halte ich Manfred Gebhard für nicht zitierfähig.

Die Stasi hat jeden Kopierer in der DDR überwacht! Unter diesem Aspekt dürft nichts aus DDR-Zeiten zitiert werden.

Mein erstes Buch über die Zeugen Jehovas, welches ich las, war ein Buch von Manfred Gebhard. Damals hatte mich das Buch nicht überzeugen können, da mir seine Art nicht zusagte.
Unabhängig von all dem und auch davon, was hier gegen ihn vorgebracht wurde, sind die Fakten, die er gesammelt hat, auch die Fakten in den anderen von mir eingestellten Links, völlig korrekt!

Würden die Fakten nicht stimmen, hätte ich daraus nicht zitiert!
Da die Fakten aber stimmen und völlig korrekt sind, empfehle ich die Quellen, alle denen, die wissen möchten, was Zeugen Jehovas glauben.

Woher weiß ich, dass die Fakten stimmen?
Auch bei mir haben die Zeugen Jehovas vor vielen Jahren geklingelt. Es folgten viele Gespräche mit vielen Zeugen Jehovas. Freundschaften entstanden... – Ich weiß es von den Zeugen Jehovas selbst.

Eine Zeugin Jehovas wurde ich nie! Ich war und blieb katholisch. Aber ich habe dabei viel gelernt!

_________________
Christel
http://www.cursillo-Bewegung.de


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 23. Mär 2010, 10:45 
Christel hat geschrieben:
Sankt Donatus hat geschrieben:
in der Auseinandersetzung gegen die Zeugen Jehovas halte ich Manfred Gebhard für nicht zitierfähig.

Die Stasi hat jeden Kopierer in der DDR überwacht! Unter diesem Aspekt dürft nichts aus DDR-Zeiten zitiert werden.


Hallo Christel, Ihre Aussage ist richtig,

auch nicht Klaus-Dieter Pape und sein Verein "Christliche Dienste",
der vom Tag des Herrn hier zitiert wird:

http://www.tag-des-herrn.de/artikel/3580.php

Klaus-Dieter Papes Verein "Christliche Dienste" gibt im wesentlichen das wieder, was Vereinsvorstand und Onkel, Dieter Pape alias IM "Wilhlem" für das Ministerium für Staatssicherheit erarbeitet hat.
Zum beispiel von Ihnen genannte Buch gegen die Zeugen Jehovas ( VEB Urania-Verlag Leipzig Leipzig, 1970 ) Ich habe es als damals 15-jähriger auch in meiner DDR-Kreisbibliothek gefunden und gelesen. Manfred Gebhard, der damals 26-jährige Fliesenleger hat das Urania-Buch angeblich herausgegeben. Heute wissen wir: Es wurde von Klaus-Dieter Papes Onkel, Dieter Pape, alias IM "Wilhelm" geschrieben. Der aber als Einflussagent in die katholische Kirche nicght genannt werden sollte.

Ich will hier nicht auf alles verlinken, was dazu im Netz steht. Zumal Sie mir sicher darauf erwidern werden, das sei ja alles von den Zeugen Jehovas selbst verfasst.
Ich will mal nur auf die Stellungnahme verlinken, die Klaus-Dieter Pape (heute katholischer Diakon in Heilbronn) selbst verfasst und auf seine Webseite gestellt hat:
http://www.klaus-dieter.pape-hn.de/Verleumdumgskampagne%20gegen%20Pape.pdf
Noch mal klar und deutlich:
Katholiken sollten gegen die Zeugen Jehovas tatsächlich
nichts
nichts
nichts
verwenden, was im SED-Unrechtsstaat gegen die Zeugen Jehovas außerhalb des innerkirchlichen Gebrauchs veröffentlicht worden ist.
Weil diese Druckwerke gar nicht ohne die Zuarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit veröffentlicht worden sein können.

meint Sankt Donatus, Puritaner


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 24. Mär 2010, 14:51 
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Moderator

Registriert: 23. Feb 2004, 18:05
Beiträge: 79
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Hallo Sankt Donatus,

Zitat:
auch nicht Klaus-Dieter Pape und sein Verein "Christliche Dienste", der vom Tag des Herrn hier zitiert wird:

http://www.tag-des-herrn.de/artikel/3580.php

Klaus-Dieter Papes Verein "Christliche Dienste" gibt im wesentlichen das wieder, was Vereinsvorstand und Onkel, Dieter Pape alias IM "Wilhlem" für das Ministerium für Staatssicherheit erarbeitet hat.


Ihr Beitrag erweckt den Eindruck, als würde der "Tag des Herrn" in seinem Interview mit Klaus-Dieter Pape Stasi-Argumentationen benutzen, um etwas Kritisches über die Zeugen Jehovas zu sagen. Das ist natürlich nicht so.

Klaus-Dieter Pape ist Jahrgang 1961, in der alten Bundesrepublik geboren und aufgewachsen, katholischer Diplomtheologe, war freier Mitarbeiter der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und ist heute als Diakon in einer Pfarrgemeinde tätig. Und er kennt sich aus in Sachen Zeugen Jehovas.

Hier kommt seine Familie ins Spiel, die zu den Zeugen Jehovas gehörte. Klaus-Dieter Papes Vater, Günther Pape, floh nach dem Verbot der Zeugen Jehovas in der DDR in den Westen, dessen Bruder Dieter Pape (Klaus-Dieter Papes Onkel) blieb in der DDR. Günther Pape brach Mitte der 50er Jahre mit den Zeugen Jehovas, wurde katholisch, schrieb ein Aussteigerbuch und klärte im Westen über die Zeugen Jehovas auf. Bruder Dieter wurde - weil er Zeuge Jehovas war - von der Stasi in der DDR inhaftiert und arbeitete nach seiner Haftentlassung als HIM (hauptamtlicher Inoffizieller Mitarbeiter) der Stasi mit erheblichem Einfluss in der DDR gegen die Zeugen Jehovas (was er 1996 auch zugab).

Soweit - grobgeschnitzt und stichwortartig - einige Fakten zu Papes Familiengeschichte (weitere Einzelheiten findet man in den beiden Artikel, die im Folgenden erwähnt werden). Diese Familiengeschichte kann man nun allerdings auf zweierlei Weise interpretieren:

1. Die Papes sind ein Familienclan, der sich den Kreuzzug gegen die Zeugen Jehovas auf die Fahnen geschrieben hat und dabei die Stasi-Machenschaften fortsetzt. So etwa argumentiert der Kirchenhistoriker Gerhard Besier in einem Artikel in der "Welt":
http://www.welt.de/print-welt/article565190/Kreuzzug_als_Familienunternehmen.html

2. Und dieser Argumentation würde ich mich gerne anschließen: Solche Verdächtigungen gegen Klaus-Dieter Pape gleichen einer intellektuellen Sippenhaft, in der der Neffe für die Taten seines Onkels zur Verantwortung gezogen wird. Siehe dazu "Sippenhaftung für Apostaten" (von Thomas Gandow, Pfarrer für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg):
http://www.religio.de/dialog/399/19_39-40.htm

Da der angesprochene Artikel im "Tag des Herrn" inzwischen einige Jahre zurückliegt (1996) und ich dadurch vielleicht nicht mehr auf dem Laufenden bin, was diese Zusammenhänge betrifft, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Im Moment sehe ich aber keinen Grund, Klaus-Dieter Pape mit seiner Kritik an den Zeugen Jehovas in unserer Zeitung nicht zu Wort kommen zu lassen.

Matthias Holluba (Tag des Herrn-Chefredakteur)

PS. Wer sich für die Geschichte der beiden Pape-Brüder interessiert, für den noch ein Tipp. Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in Sachsen-Anhalt hat eine Broschüre dazu herausgebracht: „,Zwischen Aufklärung und Zersetzung‘ – Zum Einfluss des MfS auf die Zeugen Jehovas in der DDR am Beispiel der Brüder Pape“ von André Gursky. Man kann sie sich im Internet herunterladen:
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=18270 (etwa zu Beginn des letzten Drittels der Seite). Hier werden Hintergründe des Engagements der beiden Pape-Brüder gegen die Zeugen Jehovas sehr deutlich.


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 24. Mär 2010, 15:50 
mh hat geschrieben:
... Dieter wurde - weil er Zeuge Jehovas war - von der Stasi in der DDR inhaftiert und arbeitete nach seiner Haftentlassung als HIM (hauptamtlicher Inoffizieller Mitarbeiter) der Stasi mit erheblichem Einfluss in der DDR gegen die Zeugen Jehovas (was er 1996 auch zugab).

Da der angesprochene Artikel im "Tag des Herrn" inzwischen einige Jahre zurückliegt (1996) und ich dadurch vielleicht nicht mehr auf dem Laufenden bin, was diese Zusammenhänge betrifft, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Im Moment sehe ich aber keinen Grund, Klaus-Dieter Pape mit seiner Kritik an den Zeugen Jehovas in unserer Zeitung nicht zu Wort kommen zu lassen.

Matthias Holluba (Tag des Herrn-Chefredakteur)


Sehr geehrter Herr Holluba,

danke für die lange Antwort. Der angesprochene Artikel im "Tag des Herrn" liegt tatsächlich einige Jahre zurück (1996). Er stellte damals einen Verein vor, in dem damals Dieter Pape, Klaus-Dieter Papes Onkel, Mitglied war. Sie gaben völlig zu Recht wieder: Dieter Pape outete sich erst danach seinem Neffen gegenüber als ehemaliger Stasi-Mitarbeiter. erst nach diesem TdH-Artikel.
Insofern wäre es völlig unfair, dem TdH einen Vorwurf für den Artikel damals zu machen.
Manchmal weiß man beim TdH alles.
Im Übrigen halte ich bei allem Respekt den Ausdruck "Sippenhaft" für unkorrekt.
Weder Günther noch Klaus - Dieter Pape ist vorgeworfen worden, was ein unabhängig von ihnen agierendes Mitglied "der Sippe" getan hat.
Sowohl Günther als auch Klaus - Dieter Pape ist vorgeworfen worden, mit Dieter Pape aktiv zusammengearbeitet zu haben.

Sowohl Günther als auch Klaus - Dieter Pape sagten später, sie hätten nicht gewußt, dass ihr Verwandter bei der Stasi gewesen sei. Dabei wußten doch wohl beide, dass Dieter Pape im Agieren gegen die Zeugen Jehovas in der DDR über ungewöhnlich hohe Geldmittel, Kontakte und Ressourcen und sogar eine Zeitung verfügte. Und in der DDR den leiben langen Tag nichts tat, als über die Zeugen jehovas zu forschen. Und beide haben diese Ressourcen genutzt.
Und nie hat einer von beiden gefragt, wovon Onkel Dieter eigentlich lebt, bei wem er angestellt ist. Wie eigentlich dieser Betrieb heißt, über den er seine fünf Pfennig fürs Morgenbrötchen bezieht.

Was soll man dazu sagen: Einmal dumm gestellt hilft manchmal fürs ganze Leben.

Mit freundlichem Gruß

Sankt Donatus


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 24. Mär 2010, 17:57 
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Registriert: 26. Mär 2007, 22:03
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Danke Herr Holluba für Richtigstellung!

Sankt Donatus hat geschrieben:
Zumal Sie mir sicher darauf erwidern werden, das sei ja alles von den Zeugen Jehovas selbst verfasst.


Sie irren sich gewaltig! – Möglich, dass ich nach der Gegendarstellung gefragt bzw. danach recherchiert hätte, aber das ist nicht der Punkt. Allein die Sachargumente sollten zählen, nicht die Person, Organisation ... von der sie kommen.

Ein ZJ liest die Veröffentlichungen der Wachtturmgesellschaft (Organisation der ZJ) und keinesfalls etwas von Kritikern oder „Abtrünnigen“ wie Günther Pape (jedenfalls soll er das nicht).
Ich schon, wie gesagt, ich war nie Zeugin Jehovas. Als die ZJ bei mir an der Tür waren habe ich nicht nur die Zeitschriften der ZJ „Wachtturm“ und „Erwachet“ gelesen, sondern u.a. auch das Buch des ehemaligen Zeugen Jehovas Günther Pape „Ich war Zeuge Jehovas“
http://www.amazon.de/Ich-Zeuge-Jehovas- ... 3629911048

Dieses Buch hat mich schwer beeindruckt und war der eigentliche Grund, weshalb ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe. Später durfte ich Herrn Günther Pape bei einen Vortrag erleben. Ihm war sehr wichtig korrekt alles wiederzugeben und was er sagt, genau zu belegen. – Auch Kritik muss sachlich richtig sein und wahrhaftig. Genau das hat er immer praktiziert.

Die Zeugen Jehovas gehen von Tür zu Tür und fordern die Menschen auf ihren Glauben zu überprüfen.
Das habe ich getan und dabei meinen Glauben vertieft. Aber es muss doch gleichzeitig erlaubt sein auch den Glauben der Zeugen Jehovas einer Prüfung zu unterziehen, oder?

Für meinen Beitrag 5. März 2010, 23:07 über die „144 000“ habe ich übrigens im Büchlein „Unterredungen anhand der Schriften“ nachgelesen. Ein ehemaliger Zeuge Jehovas hat es mir geschenkt. Er braucht es nicht mehr.

_________________
Christel
http://www.cursillo-Bewegung.de


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 24. Mär 2010, 20:47 
mh hat geschrieben:
Wer sich für die Geschichte der beiden Pape-Brüder interessiert, für den noch ein Tipp. Die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen in Sachsen-Anhalt hat eine Broschüre dazu herausgebracht: „,Zwischen Aufklärung und Zersetzung‘ – Zum Einfluss des MfS auf die Zeugen Jehovas in der DDR am Beispiel der Brüder Pape“ von André Gursky. Man kann sie sich im Internet herunterladen:
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=18270 (etwa zu Beginn des letzten Drittels der Seite).

Christel hat geschrieben:
Danke Herr Holluba für Richtigstellung!


Werter Herr Holluba, werte Christel,

das Buch habe ich mir gedownloaded. Detailliert ist die Zusammenarbeit von Dieter und Günter dort belegt.
Sicher ist auch erklärt, warum sie taten, was sie taten.
Manches erschreckt mich eher. Z.B., die Wiedergabe, dass Günter und seine Jesuitenfreunde im Westen niemals vermutet hätten, dass das vom VEB Urania-Verlag Leipzig 1970 herausgegebene Buch von der Stasi geschrieben sein könnte. Ich schrieb es schon oben: Ich habe im Alter von 15 Jahren das Buch gelesen und auf der zweiten Seite gewußt, dass es von marxistischen Ideologen und Berufshetzern stammt. Nun mal ehrlich, Christel, das war doch wohl auch Ihr Eindruck, als Sie das Buch lasen ? Dass diese Berufshetzer Stasi hießen, das habe ich erst später begriffen, als mich die Stasi verhaftete, zugegeben. Aber Jesuiten traue ich diese ganze Naivität einfach nicht zu.

Nach Lesen des Buches und nochmaligem Lesen der Diskussion:

Zeugen Jehovas sind Dualisten ?
Richtig ?
Leute, die Elend und Verfolgung in dieser Welt für eine Auszeichnung halten.
Richtig ?
Weil Satan ja die Welt regiere und die Kinder Gottes schlage.
Richtig ?
Dualisten
wie die Manichäer (deren Augustinus mal einer war und mit denen er sich in "Contra Manichaeum" und "Confessiones" auseinandersetzt ...)
wie die Marcioniten
wie die Bogumilen
wie die Katharer, von denen sich das Wort "Ketzer" herleitet.

In der katholischen Kirche gab es zu den Letztgenannten im Spätmittelalter zwei wichtige Orden gegen die Ketzer

Der erste Orden war der Orden des heiligen Dominik
Der wurde extra als Kampfmaschine gegen die Ketzer gegründet. Er predigte, um die Ketzter auszurotten. Er suchte sie auf. Verhörte sie. Peinliches Kapitel. 2000 hat das Provinzkapitel der Dominikanerprovinz Teutonia dazu ja auch eine halbe Wahrheit geäußert und die "Beteiligung an der Inquisition" bedauert.
http://dominikaner.de/geschichte/inquisition.htm
Eine halbe Wahrheit nur, die Dominikaner haben die Inquisition ja erfunden.

Der zweite Orden war der Orden des heiligen Franziskus
Der erwähnte die Ketzer mit keinem Wort. Stellte sich allenfalls zum Ziel, die Ketzer an Armut und Entsagung der Annehmlichkeiten dieser Welt zu übertreffen. Franziskus wurde von Anfang an von den meisten Kardinälen für ein verkappter Katharer gehalten. Franziskus war aber, anders als die Ketzer, in aller Liebe zu dieser Welt erfüllt. Die wie Franziskus im Sonengesang singt, nicht vom Teufel, sondern von Gott geschaffen ist.
Als Bruder Mond und Schwester Sonne.
Franziskus hat die Armen aus den Ketzerkirchen zurückgeholt. Nicht Dominik.

Die Grundfrage zu den Zeugen Jehovas habe ich schon oben formuliert:

Ich bin vielen Zeuge Jehovas begegnet, als ich 1984 bei der Stasi in der DDR in Haft war. Sie sassen alle ein, weil sie Totalverweigerer waren, sowohl des NVA-Waffen- als auch des NVA-Spatendienstes beim Ausbau der Militärtechnik in Prora. Warum hatten wir Katholiken das nicht drauf ?

Zeugen Jehovas gingen zu keiner Wahl in der DDR.
Warum hatten wir Katholiken das nicht drauf ?


einen guten Abend wünscht

Sankt Mani und Sankt Marcion


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 25. Mär 2010, 12:39 
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Moderator

Registriert: 23. Feb 2004, 18:05
Beiträge: 79
Wohnort: Leipzig
Hallo zusammen,

ich finde es gut, wenn wir die Diskussion über Klaus-Dieter Pape hier beenden. Mir ging es nur darum, dass seine Aufklärungsarbeit in Sachen Zeugen Jehovas nicht mit den Stasi-Zersetzungsmethoden gegen die Zeugen Jehovas, an denen sein Onkel beteiligt war, gleichgesetzt wird. Jetzt darüber zu diskutieren, wer wann was von der Stasi-Mitarbeit Dieter Papes gewusst haben könnte oder müsste, halte ich für müßig, weil man nicht über Spekulationen hinauskommen wird.

Sankt Mani und Sankt Marcion hat geschrieben:
Die Grundfrage zu den Zeugen Jehovas habe ich schon oben formuliert:

Ich bin vielen Zeuge Jehovas begegnet, als ich 1984 bei der Stasi in der DDR in Haft war. Sie sassen alle ein, weil sie Totalverweigerer waren, sowohl des NVA-Waffen- als auch des NVA-Spatendienstes beim Ausbau der Militärtechnik in Prora. Warum hatten wir Katholiken das nicht drauf ?

Zeugen Jehovas gingen zu keiner Wahl in der DDR.
Warum hatten wir Katholiken das nicht drauf ?



Die Rückkehr zu dieser Frage finde ich da schon spannender. Deshalb mein Antwortversuch dazu.

Ich muss sagen: Ich war zu feige. Und - auch das spielt eine Rolle - ich habe auch an die Menschen in meiner Nähe gedacht. Was ich tat, konnte ja durchaus Folgen für meine nächsten Angehörigen haben.

Sicher, ich bin nicht zur Jugendweihe gegangen, ich war Bausoldat und zumindest bei den beiden letzten nicht freien DDR-Wahlen, an denen ich teilnehmen "durfte", bin ich in die Kabine gegangen und hab die Namen durchgestrichen. Aber mehr habe ich mich nicht getraut - bis zum 9. Oktober in Leipzig. Aber da mitzulaufen, war vielleicht auch schon keine allzu große Heldentat mehr.

Von daher habe ich Hochachtung vor Leuten, die in der DDR den Wehrdienst verweigert haben und nicht zur Wahl gingen. Es gab darunter allerdings ja auch ein paar Christen, evangelische und katholische.

Nun kommt das Aber: Im Hintergrund steht auch eine grundsätzliche Position. Wie sehe ich die Welt, in der ich lebe? Ist sie ein Ort, an dem die Mächte des Bösen am Werk sind, die ich keineswegs unterstützen darf, und die sowieso bald untergeht? Oder ist sie Gottes gute Schöpfung, zu deren Mitgestaltung ich als Christ aufgerufen bin? Natürlich ist die Umsetzung dieser Haltung auch davon abhängig, ob mir die Welt in Gestalt der DDR oder der heutigen Bundesrepublik gegenübertritt.

Zwar dürfen meines Wissens Zeugen Jehovas in der Bundesrepublik seit den 1990er Jahren Zivildienst leisten und zur Wahl gehen. Ob das aber mit einer anderen Sicht auf diese Welt zu tun hat oder eher damit, dass man den Status einer "Körperschaft des öffentlichen Rechts" anstrebt, darf zumindest gefragt werden. – Mir ist die Position einer Mitgestaltung unserer Welt und unserer demokratischen Gesellschaft aus christlicher Verantwortung heraus die durchaus sympathischere. Was trotzdem heißt, dass ich den Dienst in der Bundeswehr verweigern und Zivildienst leisten würde.

Ich frage mich auch, ob die Haltung der Zeugen Jehovas in der DDR tatsächlich immer eine persönliche Gewissensentscheidung war oder ob sie mit Gruppenerwartungen und Gruppenzwang zu tun hatte ... Aber das kann ich nicht beurteilen. Doch Christel hat dazu hier ja schon einiges geschrieben.

Matthias Holluba


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 25. Mär 2010, 14:46 
Zu der verklärenden Sicht, durch die rosarot gefärbte Brille gesehen, die Zeugen Jehovas in der DDR betreffend, ein Zitat aus deren offizieller Zeitschrift, dem „Wachtturm", Ausgabe vom 1. April 1990 (S. 30f.).
Also zu einem Zeitpunkt, wo der politische Umbruch in Ostdeutschland gelaufen war.
Genannter „Wachtturm" kommentiert unter der Überschrift

„Politik — Ein Stück Auftrag des Evangeliums?"

Da ich nicht zu den Stammlesern dieses Forums gehöre, enthalte ich mich eines Kommentares (der mir durchaus möglich wäre).
Ich zitiere einfach den fraglichen WT-Text ungekürzt.
Bei einer redaktionellen Bearbeitung könnte man sicherlich einiges streichen, und die Kerngedanken mehr herausstellen. Das sei denn an diesem Ort aber nicht meine Aufgabe.

Nun also noch das angekündigte Zitat:
„GEMÄSS Joachim Meisner, dem Erzbischof von Köln und früheren prominenten ostdeutschen Geistlichen, ist es „eine Häresie zu sagen, Politik ist ein schmutziges Geschäft, damit macht man sich die Hände schmutzig". 1989 sagte er in einem Interview: „Politik ist ein Stück menschlicher Realität und damit ein Stück Auftrag des Evangeliums an uns. Hier müssen wir uns herausfordern lassen. Wir müssen auch alle politischen Institutionen, von den Gewerkschaften und Verbänden bis hin zu den politischen Parteien im guten Sinne unterwandern, damit es auch einen Sockel christlicher Substanz in diesen Bewegungen und Parteien gibt, aus denen sich dann auch Persönlichkeiten herausmänteln, die in führender Position Akzente in der Deutschland- und Europapolitik setzen."
Die folgenden Zitate aus der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' zeigen, daß viele — katholische und protestantische — Geistliche Meisners Ansicht teilen.
„Schon sechs Tage nach seiner Wahl [im Oktober 1978] kündigte er [der Papst] an, daß er, der Osteuropäer, sich nicht mit dem Status quo dieser europäischen Welt zufriedengeben wolle . . . Manche hielten es für eine Predigt, doch es war ein politisches Programm" (November 1989).
„In einigen Orten [in der Tschechoslowakei] gewann die Kirche hohes Ansehen als Vorkämpfer beim Umsturz. So haben in der nordböhmischen Bischofsstadt Leitmeritz (Litomrice) die Studierenden des dort gelegenen Priesterseminars . . . im vorigen November die gewaltlose Revolution geführt" (März 1990).
„Das wöchentliche Friedensgebet in der [protestantischen] Nikolaikirche, das schon zehn Jahre lang ohne Aufsehen gehalten wurde, [ist] in diesem Jahr plötzlich zum Symbol des Umbruchs, der friedlichen Revolution in der DDR geworden. . . . Ungezählte Pfarrer und Laien aus den Gemeinden [nehmen] regelmäßig an den anschließenden Demonstrationen teil" (Dezember 1989).
Erzbischof Meisner gab in dem Interview auch folgendes zu verstehen: „Wir können nicht warten, daß uns christliche Politiker vom Himmel fallen . . . Und hier werde ich nicht müde, junge Christen . . . zu ermutigen, am politischen Leben teilzunehmen. . . . auch in Seniorenkreisen sage [ich]: Ihr dürft keine Wahl vorübergehen lassen wo ihr euch nicht eingemischt habt."
So waren auch 19 Mitglieder der Volkskammer der DDR, die im März 1990 gewählt wurde, Geistliche. Die Religion war im Kabinett ebenfalls gut vertreten. Über einen der drei Geistlichen in dieser Runde, den Verteidigungsminister Rainer Eppelmann (übrigens ein erklärter Pazifist), schrieb das 'Nassauer Tageblatt': „Für viele . . . ist er einer der Väter der sanften Revolution."
Jehovas Zeugen in Osteuropa, deren Zahl in die Hunderttausende geht, freuen sich über die größere religiöse Freiheit, die sie jetzt haben. Aber sie benutzen sie nicht dazu, sich in politische oder soziale Auseinandersetzungen einzumischen. In Übereinstimmung mit dem Auftrag des Evangeliums, der in Matthäus 24:14 dargelegt wird, folgen sie Jesu Beispiel, sich aus der Politik herauszuhalten, und verkündigen statt dessen die gute Botschaft von Gottes Königreich als einzige Hoffnung der Menschheit. Die Geistlichen der Christenheit — in Osteuropa und anderswo — sollten klugerweise dasselbe tun (Johannes 6:15; 17:16; 18:36; Jakobus 4:4).


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 25. Mär 2010, 16:06 
Sorry, Datumskorrektur
Es war der genannte "Wachtturm" des Jahres 1991. (Gleicher Monat, gleiche Seite)
Ich bitte um Entschuldigung.


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 25. Mär 2010, 17:29 
mh hat geschrieben:
Warum hatten wir Katholiken das nicht drauf ?
Die Rückkehr zu dieser Frage finde ich da schon spannender. Deshalb mein Antwortversuch dazu.
Ich muss sagen: Ich war zu feige. ...
Matthias Holluba


Werter herr Holluba,
danke für die offenen Worte. Ich war größtenteils auch feige.

Ich will Ihnen aber sagen, was ich gedacht und gefühlt habe, damals beim Blick aus dem Gefängnisfenster:

Der Dualismus, die Lehre dass die Welt vom Satan geschaffen sei und alle, die darin glücklich sind, seine Diener ...
Die Lehre, dass Gott eben nicht von dieser Welt sei ....
Diese Lehre, dass diese Welt, morgen spätestens übermorgen in die Luft fliegen muss, weil ja nur das gerecht ist ....
Diese Lehre hat unglaubliche Macht bei Menschen in Einsamkeit und Verzweiflung.

Ich hatte es schon in dem Thread zur Flucht und Ausreise angedeutet:
http://www.kathweb.de/forum/viewtopic.php?f=1&t=1630&start=15
Die Kirchen, auch die katholische Kirche, hat bis heute nicht begriffen, was sie getan hat mit ihrer Entsolidarisierung von den 37.000 Menschen, die in der DDR inhaftiert waren wegen ihrer friedlich geäußerten Absicht, die DDR zu verlassen.


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 25. Mär 2010, 20:25 
Gast hat geschrieben:
... ein Zitat aus deren offizieller Zeitschrift, dem „Wachtturm", Ausgabe vom 1. April 1991 (S. 30f.).
So waren auch 19 Mitglieder der Volkskammer der DDR, die im März 1990 gewählt wurde, Geistliche. Die Religion war im Kabinett ebenfalls gut vertreten. Drei Geistliche in dieser Runde. ...
Jehovas Zeugen, in Übereinstimmung mit dem Auftrag des Evangeliums, der in Matthäus 24:14 dargelegt wird, folgen Jesu Beispiel, sich aus der Politik herauszuhalten. Die Geistlichen der Christenheit — in Osteuropa und anderswo — sollten klugerweise dasselbe tun (Johannes 6:15; 17:16; 18:36; Jakobus 4:4).

Hallo,

der letzte oben zitierte Satz entspricht (fast) der katholischen Lehre.
Es ist katholischen Diakonen und Priestern untersagt, ein Mandat in einem Parlament oder gar ein Ministeramt anzunehmen. Politische Macht und die Verkündung des Evangeliums gehören nicht in dieselbe Hand. Ich habe mal 1999 den damals im Amt befindlichen Ministerpräsidenten Höppner in einem evangelischen Gottesdienst nach der Evangeliumslesung auf die Kanzel steigen sehen und seine Predigt gehört. Ich finde so was peinlich.

Im noch übrigen glaube ich, dass die DDR zusammenbrach, weil die Stunde dafür gekommen war.
Nach 40 Jahren Fäulnis infolge fehlender, weil mit politischem Strafrecht verhinderter Opposition.
Selbst Ronald Reagan sagte. "By the grace of God, we won the Cold War."
Also, dass es die Gnade Gottes gewesen sei, die die USA den Kalten Krieg hätten gewinnen lassen.
Das Gezänk heutiger evangelischer so genannter friedlicher Revolutionäre um ihre Würdigung als Totschläger des Kommunismus finde ich oberpeinlich.
Objektiv hat jeder einzelne, der das politische Strafrecht der DDR ignorierte und in Haft ging, objektiv hat auch jeder ZJ mehr für eine offene Gesellschaft eingezahlt als diese ganzen Birthlers und Nookes und Neuberts, oder wie immer diese evangelischen Gemeindekatechetinnen oder Pastoren auch heißen mögen, zusammen.
Es ist grundsätzlich falsch, und damit haben die ZJ ganz recht, Pfarrer oder kirchliche pastorale Mitarbeiter mit Staatsämtern zu betrauen. Pfarrer machen auf diesen Ämtern das, was sie gelernt haben: Sie verkünden Glaubenslehren. Als Wahrheitsminister in der Stasi-Unterlagenbehörde oder der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur oder in Enquete-Kommisionen im Bundestag.
Unabhängig davon, dass solche Wahrheitsministerien (die ja sogar noch wissen wollen, ob jemand würdig ist, in einem Parlament zu sitzen), unabhängig davon, dass sie peinlich sind für eine offene Gesellschaft ...
Unabhängig davon ist es oberpeinlich, was diese Pastoren als Hauptwahrheit ihres Wahrheitsministeriums ständig vor sich herposaunen: Dass sie es gewesen seien, die den Kommunismus getötet hätten.


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 Betreff des Beitrags: Re: zeugen jehovas
BeitragVerfasst: 26. Mär 2010, 00:11 
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Sankt Mai und Sankt Marcion hat geschrieben:
der letzte oben zitierte Satz entspricht (fast) der katholischen Lehre.
Es ist katholischen Diakonen und Priestern untersagt, ein Mandat in einem Parlament oder gar ein Ministeramt anzunehmen. Politische Macht und die Verkündung des Evangeliums gehören nicht in dieselbe Hand.

Na, jetzt basteln Sie sich aber was zurecht, was mit der Wirklichkeit wohl nicht so recht zu tun hat:
Das ausführliche Zitat aus dem Wachturm weiter oben scheint ja nun eindeutig zu belegen, dass es den Wachturm stört, dass sich Christen überhaupt und nicht nur Geistliche in Politik und Gesellschaft einmischen. Da geht es nicht nur um Kleriker sondern um alle Christen. Und der Wachturm ist ja nun auch stolz darauf, dass sich die ZJ in Osteuropa die neue Freiheit nicht dazu benutzen, "sich in politische oder soziale Auseinandersetzungen einzumischen". Das hat ja nun mit der katholischen Lehre rein gar nichts zu tun.

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Stephan Radig
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