Das Ursulinenkloster am Erfurter Anger – das kennt jeder. Doch welche Geschichte steckt dahinter? Denn vor den Ursulinen war dort der Orden der Magdalenerinnen, auch Weißfrauen genannt, beheimatet.
Über die Geschichte gibt nun ein Buch Auskunft. Dieses wird am 12. März 2026, 19 Uhr im Bildungshaus St. Ursula, Trommsdorffstraße 29 (Erfurt) vorgestellt.
Dank der Untersuchung der lange nicht öffentlich zugänglichen Klosterarchivalien und einer Handschrift aus dem Besitz des heutigen Ursulinenklosters ist es nun möglich, Einblicke in das Leben der Nonnen zu erhalten. An diesem Abend wird die gerade in der Schriftenreihe des Erfurter Geschichtsvereins erschienene Dissertation der Öffentlichkeit präsentiert. Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der Erfurter Kloster- und Stadtgeschichte. Ein Codex aus dem 15. Jh., das sog. Kapiteloffiziumsbuch, steht im Fokus; Dr. Andrea Wittkampf hat das darin enthaltene Totenverzeichnis ediert und ausgewertet. Erzählt wird die Geschichte des Klosters in der Mitte der Stadt: Entstehung, Reform und Niedergang. Die Referentin berichtet vom Leben hinter den Klostermauern, vom Ringen um die Klosterreform und von der Stiftertätigkeit von Erfurter Familien.
Die Handschrift wurde projektbegleitend von der Universitätsbibliothek Erfurt digitalisiert, worüber Dr. Katrin Ott knapp informiert.
Ablauf
– Begrüßung Dr. Martin Sladeczek, Vorsitzender des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt
– Grußwort Tobias Hohenberger, Geschäftsführer des Ursulinenklosters
– Vortrag Dr. Andrea Wittkampf, Co-Leiterin des Bistumsarchivs Erfurt: Im Dreischritt durch die Klostergeschichte: Entstehung – Reform – Niedergang
– Vortrag Dr. Katrin Ott, Leiterin des Bereichs Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Erfurt: Die Digitalisierung des Codex im Kontext der Handschriftendigitalisierung an der Universitätsbibliothek Erfurt
Der Eintritt ist frei