Die Kolpingfamilie Burg und die Katholische Kirche laden zu einem besonderen Vortrag im Rahmen der Interkulturellen Woche (IKW) ein: Am Mittwoch, dem 24. September 2025, um 19:30 Uhr, spricht der Magdeburger Imam und Psychoonkologe Kamal Salah ad-Din Es Saber über Trauerkultur und Abschiedsrituale in verschiedenen Kulturen.
Trauern, Sterben und Abschiednehmen sind universelle Erfahrungen – und zugleich stark kulturell geprägt. Der Vortrag zeigt, wie Gesellschaften weltweit mit dem Tod umgehen, welche Rituale sie pflegen und welche Bedeutung diese für die Hinterbliebenen haben. Auch das Thema kultursensible Pflege wird aufgegriffen – ein wichtiger Beitrag für Empathie, gegenseitiges Verständnis und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ob still und zurückgezogen oder laut und farbenfroh – die Formen des Abschieds sind so vielfältig wie die Kulturen selbst. Im Anschluss an den Vortrag sind alle Gäste zu einem offenen Austausch eingeladen.
Ort: Gemeindebegegnungszentrum der Katholischen Kirche, Blumenthaler Straße 3, 39288 Burg
Datum & Zeit: Mittwoch, 24. September 2025, 19:30 Uhr
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ sowie durch das Land Sachsen-Anhalt.
Hintergrund: Interkulturelle Woche 2025 bundesweit
Der Vortrag findet im Rahmen der Interkulturellen Woche (IKW) statt. Mit Tausenden Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet feiert die IKW vom 21. – 28. September 2025 ihr 50-jähriges Bestehen. 1975 von der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland ins Leben gerufen, wird sie heute von einem breiten Bündnis aus Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Migrantenorganisationen, Vereinen und Initiativen getragen.
Das Motto der IKW 2025 lautet „DAFÜR!“ – als bewusst positives Signal für Vielfalt, Demokratie, Menschenrechte, Solidarität und Zusammenhalt. Damit setzt die Initiative ein deutliches Zeichen gegen die lauter werdenden rechtspopulistischen Stimmen im Land. „Auf größer werdende Vorbehalte und Ängste, auf zunehmende Ausgrenzung, offenen Rassismus und die Zurückweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte antwortet die Interkulturelle Woche mit einem klaren Statement: Wir sind DAFÜR – für jeden einzelnen Menschen!“, schreiben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, die Ratsvorsitzende der EKD, Bischöfin Kirsten Fehrs, und Metropolit Augoustinos von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in ihrem Gemeinsamen Wort zur Interkulturellen Woche.
2024 fanden bundesweit rund 6.000 Veranstaltungen in über 750 Städten und Gemeinden statt. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Aktionen geplant. Ein fester Bestandteil ist der Tag des Flüchtlings, der 2025 am 26. September begangen wird.
Weitere Informationen zur bundesweiten Interkulturellen Woche: www.interkulturellewoche.de