Zum Tod von Pfarrer i.R. Ewald Braun

Am Freitag, dem 26. Dezember 2025, rief Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen treuen Diener, Herrn Pfarrer in Ruhe Ewald Braun zu sich in sein himmlisches Reich. 
Pfarrer Ewald Braun stand im 96. Lebensjahr und im 60. Jahr seines priesterlichen Dienstes.

Ewald Braun wurde am 16. Februar 1930 in Hurkau/Sudetenland geboren und wuchs dort mit seiner Schwester auf. Aus seiner geliebten Heimat, dem Sudetenland, wurde er mit seiner Familie vertrieben und fand im Meininger Land ein neues Zuhause. Hier erlernte er das Tischlerhandwerk. Seine Fähigkeiten im Umgang mit Holz konnte er bei privaten und kirchlichen Gebäudesanierungen einsetzen. Nach seinem Entschluss, Priester zu werden und dem Abschluss des Theologiestudiums in Erfurt wurde Ewald Braun am 2. Juli 1966 in Bad Salzungen durch den damaligen Weihbischof Hugo Aufderbeck zum Priester geweiht.

Seinen priesterlichen Dienst begann er als Kaplan in Meiningen. 1969 wechselte er als Kuratus nach Lehesten, wo er viele Jahre als Seelsorger tätig war – seit 1976 als Pfarrer von Lehesten und seit 1978 auch als Seelsorger für die Gemeinde Leutenberg. Dort lag im besonders die Herrichtung der Friedhofskapelle St. Cyriakus am Herzen, die zahlreiche Bauschäden aufwies und deren Wiederherstellung sein besonderes Interesse war. 1973 konnte die Kapelle wieder eingeweiht werden. Weitere notwendige Baumaßnahmen standen jedoch kurz danach wieder an, für die sich Pfarrer Braun einsetzte. Der Ort Lehesten war durch den Schieferabbau geprägt, der gesundheitliche Probleme verursachen konnte, und Pfarrer Braun stand den Menschen, die dort tätig waren, in seiner väterlichen Art bei, so dass er bis zu seinem Tod von Gemeindemitgliedern in Lehesten und Leu-tenberg in Dankbarkeit begleitet wurde.

Bischof Gerhard Schaffran von Dresden-Meißen bedankte sich 1981 in einem Schreiben für seine seelsorgliche Hilfe und seinen selbstlosen Einsatz in der Pfarrei Wurzbach-Lobenstein. 1996 wurde dieser Dank durch den damaligen Dekan Klaus Schreiter und 2006 durch Bischof Joachim Reinelt erneut ausgesprochen.

Im Jahr 2006 bat er den Bischof um Entpflichtung von seinen pfarrlichen Aufgaben und nahm in Zella-Mehlis seinen Wohnsitz im Ruhestand. Im Oktober 2025 zog er schweren Herzens aufgrund zunehmender Hilfsbedürftigkeit in das Seniorenzentrum Haus Elisabeth in Ebersdorf. Dort empfing er im Dezember 2025 die Krankensalbung, bei der er die meisten Lieder auswendig mitsingen konnte.

Am Morgen des Festtages des heiligen Erzmärtyrers Stephanus, 26. Dezember 2025, übergab Pfarrer Ewald Braun sein Leben in die Hände seines Schöpfers.

Zu danken ist heute Frau Irmgard Herzog, die Pfarrer Braun bis ins hohe Alter den Haushalt geführt hat.

Requiescat in pace!

Für das Bistum Erfurt
Erfurt, 6. Januar 2026

Weihbischof Dr. Reinhard Hauke
Bischofsvikar für Priester und Diakone

Das Requiem wird am Samstag, 31. Januar 2026, um 10:30 Uhr in der Kapelle Christkönig zu Zella-Mehlis, Marcel-Callo-Platz 2, 98544 Zella-Mehlis, gefeiert. Im Anschluss daran ist die Beisetzung der Urne auf dem Waldfriedhof von Zella-Mehlis, Friedebergstraße 60, 98544 Zella-Mehlis.